kinderwunschteam berlin - Kinderwunsch- und Endometriosezentrum
Fruchtbarkeitsuntersuchung bei der Frau | Ultraschall (Sonographie)

Eileiterdiagnostik

Ist das Spermiogramm des Partners nicht- oder nur gering eingeschränkt, kann es sinnvoll sein, die Durchgängigkeit der Eileiter zu überprüfen.

Zur Feststellung der Durchgängigkeit der Eileiter gibt es zwei wesentliche Untersuchungen:

  • die HSSG (Hystero-Salpingo-Sonographie) Kontrastmitteluntersuchung (z. B. mit Echovist ®)
  • Chromolaparoskopie (Farbstoffdurchspülung bei einer Bauchspiegelung – Laparoskopie)
  • HSG

HSSG (Hystero-Salpingo-SonoGrafie), Echovist®-Untersuchung

Der Vorteil der Kontrastmitteluntersuchung liegt darin, dass diese Untersuchung bei laufender Sprechstunde ohne Narkose durchgeführt werden kann. In der Hand des erfahrenen Untersuchers ist diese Methode gut verträglich und wird eher nur als unangenehm empfunden. Eine Narkose ist hierzu nicht notwendig.

Die Untersuchung erfolgt wenige Tage vor der zu erwartenden Ovulation (Eisprung) auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Nach Desinfektion des Muttermundes wird ein dünner Plastikkatheter (Schlauch) in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Durch diesen wird eine Zuckerlösung eingespritzt, deren Ablauf (über die Eileiter) sich im Ultraschallbild oft sehr gut sehen läßt.

Gelegentlich jedoch kann man lediglich darauf „schließen“, daß sie durchgängig sind. Dies erfolgt dann, wenn man die Eileiter selbst zwar nicht sieht, das Kontrastmittel jedoch bis in den freien Bauchraum abfließt.

Eileiterdiagnostik: Kontrastmitteluntersuchung

Schematische Darstellung der Kontrastmitteluntersuchung

Zusätzliche Informationen gewinnt man, wenn vor der Kontrastmitteluntersuchung eine Kochsalzlösung eingespritzt wird, durch die Auffälligkeiten im Bereich der Gebärmutterhöhle erkennbar werden (sog. Hydrosonografie). Je nach Erfahrung des Untersuchers und Ultraschalltechnik ist der Aussagewert dieser Untersuchung recht gut..

„Der prädiktive Wert einer solchen Untersuchung ist im positiven Fall mit über 90% hoch.“
(Keck, Neulen und Breckwoldt: Endokrinologie, Reproduktionsmedizin, Andrologie,
1999 Thieme Verlag).

Laparoskopie (Bauchspiegelung)

Die  umfassendste Information über den Zustand des inneren Genitale (der inneren Geschlechtsorgane) gewinnt man durch die Bauchspiegelung (Laparoskopie). Hierbei kann einerseits die Kontrastmittel- oder Farbspülung (Chromopertubation) der Eileiter durchgeführt werden, andererseits erhält man wichtige Informationen über das Vorliegen von Verwachsungen (Adhaesionen), entzündliche Veränderungen und Endometriose. In einem entsprechend ausgerüsteten Zentrum können die gefundenen Verklebungen gelöst und Endometrioseherde fachgerecht entfernt werden.
Die Laparoskopie sollte, da es sich hierbei um einen operativen Eingriff handelt, nur dann durchgeführt werden, wenn sich durch das Ergebnis der Untersuchung eine Konsequenz für die weitere Therapie des Paares ergibt. Ist zum Beispiel das Spermiogramm derart eingeschränkt, dass ohnehin eine IVF  oder eine ICSI erforderlich ist, ist ein solcher Eingriff sinnlos und daher kontraindiziert..

HSG (Hystero-Salpingographie)

Vor der Entwicklung des Echovist®, wodurch es möglich geworden war, die Eileiter mittels Ultraschall sichtbar zu machen, war die HSG eine verbreitete Untersuchungsmethode. Die Vorgehensweise ist ähnlich der beschriebenen HSSG, jedoch werden hierbei Röntgenstrahlen und Röntgenkontrastmittel angewendet. Aus diesem Grunde hat sich die HSSG mit Echovist zumindest in Europa schnell verbreitet, da dadurch die möglicherweise für die Eierstöcke schädliche Röntgenstrahlung vermieden werden kann. Die HSSG wird heute häufig noch in den USA, im Nahen Osten, Lateinamerika und in Afrika angewendet.

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Mehr Infos | Einverstanden