Kryokonservierung

Die Kryokonservierung (Gefrierlagerung)

Schon seit vielen Jahren ist es technisch möglich, Zellen verschiedenster Art einzufrieren, um sie dann nach Monaten bis Jahren wieder aufzutauen, ohne dass sie erheblichen Schaden genommen haben.

Das Problem der Gefrierkonservierung von Zellen liegt in der potentiellen Zerstörung von Zellorganellen, die für die Weiterentwicklung erforderlich sind. Dies geschieht hauptsächlich durch die Eisbildung während des Einfrierens, denn die Zellen bestehen zum allergrößten Anteil aus Wasser. Eine weitere Störungsmöglichkeit besteht in Schädigung durch Flüssigkeitsströme aufgrund von osmotischem Gefälle innerhalb der Zelle. Durch Zugabe von Gefrierschutzmittel ist die Schädigungsgefahr zwar reduziert, hat aber auch  ein prinzipielles Risikopotential.

Kryokonservierung
Lagerungsbehälter für Stickstoff
Kryokonservierung
Sorgfältig beschriftete Straws werden in den Lagerungstank gegeben

Es gibt zwei Kryokonservierungsverfahren:

Slow Freezing

Beim wohl bis heute weltweit am häufigsten angewendeten „slow- freezing“ werden die Zellen computergesteuert schrittweise bis auf -196 Grad Celsius abgekühlt, wodurch eine Langzeitlagerung der Zellen bei Stillstand der biologischen Prozesse der Zelle möglich wird.

Vitrifikation

Seit ca. zehn Jahren wird zunehmend auch im Humanmedizinischen Bereich die Vitrifikation angewendet. Es handelt sich hierbei um ein ultraschnelles Einfrierverfahren.

Kryozyklus

Beim Kryozyklus wird entweder im natürlichen Zyklus oder aber unter hormoneller Stimulation ein Embryo, der als Eizelle, befruchtete Eizelle oder bereits als Embryo eingefroren war, in die Gebärmutterhöhle übertragen.

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